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Geist-Fragment: Rasputin 2

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Sie jagt den Valus mit Namen Ta'aurc mit Hilfe des gegrunzten Funkverkehrs seiner Bodyguards. Cayde hat sie auf den Mars zur Spurensuche geschickt und genau das wird sie tun, selbst wenn es sie hundert Mal das Leben kosten sollte. Für ihn würde sie bis in alle Ewigkeit jagen.

Als Ta'aurc sich hinunter in die Meridian-Bucht begibt, folgt sie ihm in die Nacht und findet sich inmitten der Schlacht. Wie das -

Ihr Geist sagt, dass etwas vor sich ginge, dass etwas nicht stimme. Sie springt von ihrem Sparrow und sucht Deckung zwischen alten Steinen, die von stillem Glühwürmchenlicht erleuchtet werden.

Ernteschiffe treiben über sie hinweg, vorsichtig, schleichend. Ein tiefe Stimme in Kabal-Kommandonetzwerk brummt: „Bereitmachen zum Feuern. Sie kommen. Bereitmachen zu feuern.

Als sie das vernimmt, klettert sie auf einen Obelisken, setzt sich auf ihn und schaut in den Nachthimmel. Sie wundert sich, ob sie jemals auf dem Turmplatz stehen wird, zu den Sternen hinaufblickt und auf den Ruin wartet.

Die Vex tauchen wie aus dem Nichts auf und stürzen sich auf die Kabale in Formationen aus goldenem Licht. Blitze zucken und bringen marschierende Reihen an bronzenen Kriegerhüllen hervor. Kanonen donnern zurück. Leuchtspuren ziehen sich durch den Himmel und sie kann das elektromagnetische Heulen von Kabalmunition, die ihre Ziele verfolgt, fühlen sowie das Prickeln noch seltsamerer Signale, die von zerbrochenem Raum und gebogener Zeit flüstern. Ein brennendes Ernteschiff trudelt in den Sand hinab und zerberstet und nun ist der Kabalfunkverkehr voll von grimmiger Kriegssprache. Ein Zenturio irgendwo, der schreit: „Schwarzer Schild, Schwarzer Schild, Stützpunkt Thuria, Absperrung durchbrochen, fordere terminales Schutzfeuer an, Zero Six Zero, One Three Eight, mit sofortiger Wirkung—

Etwas anderes schaut auch zu.

„Fühlst du das?“, flüstert ihr Geist ehrfürchtig.

„Ja“, antwortet sie, „Ja, was ist es?“

Ein dritter Gesang, ein heimlicher Beobachter, etwas ganz weit oben, das weder Vex noch Kabal ist, verengt sein großes Auge, um die Schlacht mit Werkzeugen aus Licht und Schwerkraft zu messen. Erinnert sie sich ... an ihn? Erinnert er sich an sie? Es fühlt sich so an, als sollte sie.

Es fühlt sich so an, als ob etwas sehr Altes einen langen Speer hebt. Sein Gewicht abwägt.

Dann bricht der Morgen an, ein schrecklicher Morgen; der Himmel öffnet sich, um die Verheerung preiszugeben, die aus dem Orbit herabkam: Minotauren fallen herab, verbrannt und zerbrochen, ihre Flüssigkeit auslaufend. Kabalgeschosse detonieren in donnernden Kettenreaktionen, während winzige Nadelgeschosse vom Himmel herabregnen, um ihr Munitionsbunker zu finden.

Die Schlacht hört plötzlich auf. Die Vex verschwinden innerhalb eines Augenblicks. Die Stimme von Valus Ta'aurc dröhnt durch den Kabalfunk: „Findet die Quelle! Weckt die Schinder und findet die Quelle!“

Sie erinnert sich an eine Nachricht von der Erde: Eine Anlage hat sich geöffnet. Ein Geist des Kosmodroms wurde hinausgelassen. Und sie fragt sich, wer wohl diese Schlacht gewonnen hat, wer am meisten gelernt hat; die Vex, die diese neue Macht einem Test unterzogen haben oder die Kabale, die sie jagen. Oder vielleicht der Kriegsgeist selbst, der seine neugewonnene Stärke testet-

Wenn jemand Ta‘aurc mitsamt den Schindern ausschaltet, so wie Draksis ausgeschaltet wurde, wessen Zweck werden sie dann wohl dienen?

Aber das ist nicht für sie bestimmt. Ihre Bestimmung ist die Jagd.