Gebrüll ertönt aus der verriegelten Kiste zu ihren Füßen. Knochige Finger kratzen an den Gitterstäben, die scharfen Enden nur wenige Zentimeter von ihren Zehen entfernt.
Prinz Uldren lacht leise. Am anderen Ende schweben die Techians, ihre Implantate glühen blau in den Schatten.
„Er war sehr ... amüsant ... seit Petra gebracht hat ihn“, lässt Variks verlauten, beinahe schnurrend vor Schadenfreude. „Er sagt andauernd ‚Kell der Kells‘. Und anderen Unfug.“
Skolas brüllt wieder. Variks schlägt Skolas‘ tastende Finger mit seinem Stab.
Der Ausdruck der Königin bleibt sanft. Sie schaut auf die glühenden Augen in der Kiste herab.
Skolas verfällt ganz plötzlich in Schweigen. Dann wird ein sanftes Knurren, fast ein Winseln, aus der Zelle hörbar. Variks‘ mechanische Hände klicken, als er sie vor Überraschung zusammenschlägt.
„Was macht er—“, staunt Uldren.
Variks unterbricht ihn mit einem Ausbruch von gutturalen Geräuschen, die an die Kiste gerichtet sind.
Die Königin zeigt keine Reaktion. „Was hat er gesagt?“
„Er sagt, ...“ Variks faucht. „Es ergibt keinen Sinn, meine Königin. Er spricht von ... Licht-Vernichtern. Dunkelbändigern.“
Die Königin wendet ihren Blick Skolas zu, immer noch mit unveränderter Miene. „Ich verstehe.“
„Er weigert sich, weiterzusprechen—“
„Das braucht er nicht.“ Sie dreht sich zur Tür.
„Meine Königin, was geschieht mit ihm?“, fragt Uldren. „Er muss verurteilt werden.“
„Du würdest keinen tollwütigen Hund oder einen Schar-Leibeigenen oder eine Bombe verurteilen. Mein Urteil wäre an einen wie ihn verschwendet.“ Sie hält inne. „Variks.“
„Ja, Eure Hoheit ...“
„Skolas gehört dir. Lass die Kinder des Lichts mit ihm machen, was sie wollen.“
„Aaah, Ihr seid Macht und Gerechtigkeit, meine Königin, mein Kell.“
Die Techians versammeln sich an der Tür, als die Königin sich ihr nähert. Prinz Uldren hält sie mit einer kleinen Verbeugung auf und die Königin berührt seine Schulter, als sie an ihm vorbeigeht. „Schicke eine Krähe zu Merkur. Und eine andere zu unserer neuen Freundin im Turm.“