Vers 5:4 — Der Gabenmast
Der Gabenmast!
Er erhebt sich über diesem Sternensystem wie ein Monument des Verrats. Er strahlt silbernes Licht aus. Er singt ein Wiegenlied voller besänftigender Lügen.
In seinem Licht lebt die Harmonie und sie ist nun unsere Beute.
Xivu Arath trifft an der Spitze ihrer Armada ein. Sie bekämpft die Harmonie schon seit fünfzig Jahren mit Strategie und Disziplin. Doch die Harmonie nutzt Drachenwünsche und ihre Wunschbischöfe bekämpfen Xivu auf der Aszendenten-Ebene.
Xivu kann nur einen Patt erzielen.
Als Nächstes trifft Savathûn ein, flankiert von ihrem Chor und ihren Zelebranten. Mit Hilfe von Tarnung und Täuschung erreichen sie Ana-Harmonie, um diese Drachen aufzuschneiden. Der Wurm, unser Gott, lacht und lacht.
Seit Hunderten von Jahren unterhält Savathûn geheime Hexenzirkel innerhalb der Harmonie.
Doch Oryx war der Erste, dessen Brut an geheimen Orten in den Trümmern der Akkretionsscheibe wuchs. Der Erste Navigator schleudert Felsen und Kometen auf die Harmonie-Welten, um die Harmonie-Flotte zu zerstreuen. Er schickt Säher, um die Harmonie-Welten mit seiner Brut zu infiltrieren.
Hier in der Mitte des fünften Buchs ist die Schar so mächtig geworden, dass die Auslöschung allen falschen Lebens nur noch Routine für sie ist.
Xivu Arath tötet die Wunschbischöfe, Savathûn findet eine geheime Bestimmung und der Hof von Oryx Hof zerstört den Gabenmast. Das Volk der Harmonie leidet in Furcht und es stürzt sich zum Ertrinken in die silbernen Seen von Ana-Harmonie.
„Kommt“, sagt Oryx, „speist vom Gabenmast, denn ich bin ein großzügiger Gott. Von allen fünf Teilen beanspruche ich nur zwei für mich.“
Der Mast ist erfüllt vom Licht des Reisenden, vom süßen Mark des Himmels. Alle, die davon essen, spüren die ekstatische Gewissheit, dass sie einem großen und notwendigen Zweck dienen.
Dann sagt Savathûn: „Geschwister, hört mich an, wir müssen uns eine Weile trennen, um uns in unterschiedliche Richtungen zu entwickeln.“ Sie fliegt ihre Kriegsmonde ins schwarze Loch. Ihr Thron rückt in weite Ferne.
Xivu Arath antwortet: „König Oryx, du nimmst zu viel Platz ein. Deine Macht engt meinen Entscheidungsfreiraum zu sehr ein. Ich muss dich verlassen.“ Sie fliegt mit ihren Kriegsmonden in die Nacht. Ihr Thron ist verriegelt.
Dann war Oryx allein. Er verbrachte eine Weile in Gedanken und diese Gedanken sind hier aufgezeichnet.