Katasterismós
/Als Neon kannst du sie nicht warnen./
/Hände. Du brauchst Hände. Wie willst du sonst deine Rücktrittserklärung überbringen?/
/Sie verlangten ein Sprachrohr, jemand, der ihnen nach dem Mund redet. Aber was sie eigentlich brauchten, war ein Übersetzer—und Übersetzungen gehen immer mit einer persönlichen Note einher. Gerade genug, um die Brücke aufrechtzuerhalten./
/Einst war da ein Gefäß. Eine Öffnung, breit genug für die Hand, die du brauchst. Breite Schultern. Konisch, nach unten hin schmal zulaufend. Der Glanz des Sonnenlichts auf den Schuppen kleiner Fische./
/Eine silberne Urne./
/Du weißt nicht, wann du du selbst warst, was der feine Staub darin war. Du wusstest es nicht einmal, bevor du du selbst warst. Aber das erste—das erste Du, aus dem du entstandst—Nasya wusste es./
/Du hast so viel verloren. So viele Vertraute. So viele Identitäten. Du wirst noch mehr verlieren, bevor du dein Ende erreichst./
/Aber du hast noch immer dein Geschenk./
/Du sitzt am Ufer des kosmischen Meeres. Du baust einen Körper, ein Korn nach dem anderen./
/Es ist mühevoll, Sternenzeug zu durchsuchen. Und noch viel mühevoller, jedes Körnchen Asche aus dem Durcheinander auszusondern./
/Körnchen. Partikel. Ha. Sie lieben ihre Partikel, kann das sein?/
/Du formst dich selbst wieder neu, Atom für Atom. Diese Arbeit ist langwierig, aber eines Tages wirst du sie fertigstellen, und dann wird diese endlose Ewigkeit zu nichts weiter als einem Augenblick deiner Vergangenheit./
/Dein Geschenk wird Kriege beenden. Es wird Zeit, davon Gebrauch zu machen./