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WIEDERHERGESTELLTE ERINNERUNG; UNA-8

19. MAI/8:00 UHR Irgendetwas ist passiert. Sie wollen uns noch nichts sagen. Aber Elisabeth Bray ist jetzt hier und sieht mächtig angeschlagen aus. „Weckt ihn!“, befiehlt sie. Ihn wecken? Er ist praktisch tot. „Alles in Ordnung, Dr. Bray? Sie sehen nicht besonders gut aus“, sage ich. „Una. Weck ihn auf, jetzt sofort.“ Dieser Tonfall. Sie meint es absolut ernst. Na schön. „Er wacht jetzt langsam auf.“ „Danke, Una. Großvater, kannst du mich hören?“, fragt sie. „E … Elisabeth?“, röchelt der Mann unter seinem Beatmungsgerät. Er kann kaum atmen, geschweige denn sprechen. Warum setzt sie ihm auf dem Sterbebett so zu? „Versuch nicht zu sprechen. Hör einfach nur zu. Der Spiegelkorridor wurde kompromittiert. Wir gerieten in einen Hinterhalt der Vex. Sie kamen einfach durch und … haben alle getötet, Großvater.“ Äh, was? „Ich konnte auf dem Rückweg die verbleibenden Verteidigungssysteme auslösen, aber sie werden nicht standhalten. Das Portal steht weiterhin, und es ist offen. Sie strömen weiter hindurch. Ich aktiviere das Evakuierungsprotokoll. Bitte gib mir die Codes, die ich dafür brauche.“ „Mein … Backup“, würgt Clovis heraus. „Aktiviere es.“ „Aber das bedeutet …“ „Ich sterbe. Ja. Aber meine … Zeit ist noch nicht … vorüber.“ Ich wische das Blut ab, das aus seinem Mund fließt, während er spricht. Jeder verdient etwas Würde auf dem Sterbebett. „Es bleibt keine Zeit, Großvater. Wir müssen evakuieren oder es gibt Tote.“ Der Blick des alten Mannes verrät, dass er sich dessen bewusst ist. „Das Vermächtnis hat Vorrang … Elisabeth“, sagt er. Hinter ihrer Fassade verbirgt sich ein blutendes Herz. Es spielt keine Rolle, wie oft sie uns zurücksetzen – der Kern unseres Wesens lässt sich nicht auslöschen. Jeder Exo weiß das. Dr. Bray erhebt sich und wendet sich zum Gehen. „Also schön.“ Das kann es jetzt doch nicht gewesen sein, oder? Sie bleibt an der Tür stehen. „Das wirst du bereuen. Ob du lebst oder nicht.“