Artikel: Ein Konsens für den Rest von uns
Von Leia Terazzas, politische Korrespondentin des City Heralds
Chibuike Otieno, Perica Kosar, Argus McKowen – wenn die derzeitigen Kandidaten des Konsenses eins gemeinsam haben, dann, dass sie sich der sterblichen Bevölkerung der Letzten Stadt auf eine ganz neue Art repräsentieren.
Lärmende politische Zusammenkünfte sind in den letzten Monaten zu einem festen Bestandteil des städtischen Nachtlebens geworden. Potenzielle Kandidaten wetteifern um die Chance, in den Parks und öffentlichen Plätzen der Stadt die meisten Stimmen für ihre Kandidatur zu gewinnen. Zu ihrer wichtigsten Forderung gehört die dringende Wiedereinsetzung einer fairen Vertretung der Stadtregierung. Besonders auffällig ist das Fehlen alter Insignien traditioneller Fraktionsloyalitäten.
„Die [Abkehr von den Hüter-geleiteten Fraktionen] scheint die Sterblichkeit mehr in den Fokus zu rücken“, behauptet Dina Palomo, eine der vielen begeisterten Freiwilligen, die sich für McKown einsetzen. „Wir wissen, dass die Stärke der Vorhut in der langfristigen Planung liegt. Aber die unmittelbar bevorstehende Zukunft ist genauso wichtig wie die Ewigkeit.“
Warlock-Vorhut Ikora Rey hat wiederholt versprochen, den Konsens wiederherzustellen und Wahlen mit Zivilisten abzuhalten, sobald die akute Bedrohung überstanden ist. Nicht jeder gibt sich jedoch mit dem Warten zufrieden.
„Wie viele Bürger wurden aus der Letzten Stadt vertrieben, weil sie sich bei Vollstrecker Hideo unbeliebt gemacht haben?“, fragt einer der Einheimischen. „Ich meine, wie viele Hüter wurden rausgeschmissen, weil sie Hüter an der Spitze der städtischen Regierung sehen wollten? Ist das jetzt nicht genau das Gleiche? Wenn alles so ausweglos ist, wieso holen wir dann nicht einen Teil unserer Einwohner wieder zurück nach Hause?“
Andere halten die Begeisterung über die Wahlen für etwas zu voreilig.
„Wenn wir den Krieg verlieren, wird von uns sicher niemand mehr am Leben sein, um wählen zu gehen.“
Es lässt sich nur schwer bestreiten, dass die Wahlbeteiligung unter den aktuellen Umständen gering ausfallen könnte. Aber wenn die lichtlosen Mitglieder unserer Gemeinschaft die Zukunft mitbestimmen sollen dürfen, gibt es zweifellos Bereitwillige, die ganz begierig darauf sind, das Wort zu ergreifen.