Altäre der Reflexion – Einschätzung
ZUGRIFF: EINGESCHRÄNKT
ENTSCHLÜSSELUNGSCODE: QF4LYZX16G$IKO-006
BERICHT-NR: 217-SCHAR-SAV
AGENT(EN): LIN-357
BETR: Altäre der Reflexion – Einschätzung
1. Ich traf vor Ort ein und machte mich auf zur Altar-Umgebung. Sie schien sich verglichen mit der zuvor übermittelten Telemetrie nicht viel verändert zu haben, wenn überhaupt. Wie erwartet, gab es einige Barrieren: Mehrere Kämpfer der Strahlenden Brut stellten sich mir in den Weg und wurden ohne größere Probleme bezwungen. Und es gab noch eine, bereits zuvor berichtete Komplikation: Schar-Runen. Um Zugang zum Altar zu erlangen, musste ich ihre wiederkehrenden Muster anhand ihrer natürlichen Eigenschaften anordnen.
2. Was den Widerstand anbelangt: Ich traf auf weitaus weniger Verteidiger der Schar, als laut unserer Aufklärungsberichte verfügbar gewesen wären. Dieser eher symbolische Widerstand und die Tatsache, dass VIP 7282 mit Sicherheit weiß, dass Hüter hier waren, lässt vermuten, dass man uns nicht ernsthaft den Zugang verweigern will. Es gibt historische Beispiele, bei denen ein Ort oder Gegenstand nur deshalb bewacht wurde, um ihn attraktiver erscheinen zu lassen.
Auch gab es bereits Fälle, in denen Hütern der Weg geebnet wurde, um der Schwertlogik der Schar zu dienen. Noch besteht kein Grund zu glauben, dass dies auch hier der Fall ist – zumal die Verbindung von 7282 zu den Wurmgöttern getrennt wurde, die ansonsten ihre Spezies leiteten –, aber in Gegenwart der Schar ist stets Vorsicht geboten.
3. Nachdem ich angemessene Vorkehrungen gegen weitere Störungen getroffen hatte, platzierte ich Sensoren zur Datenaufnahme mit Fokus auf den zentralen Altar und seine Außengrenzen. Dabei war es erforderlich, den Ort selbst zu betreten; meine Eindrücke folgen.
Die Ästhetik dort ist ansprechender, als wir es von der Schar gewohnt sind – einzig die Gebilde erinnern vage an die auf dem Mond. Die Farbgebung ist angenehm, weit entfernt von Scharlach und Fäule, und es gibt keine scharfen Kanten und auch keine größeren Knochenhaufen. Die Architektur betont ganz klar den Zentralbereich und führt förmlich zum Altar selbst.
Schon allein in der Architektur zeichnet sich eindeutig eine Entwicklung ab, wahrscheinlich spiegelbildlich zu der ihrer Schöpferin.
4. Was die Altar-Struktur angeht: Obwohl der Raum keine Wände zu haben scheint, gibt es definitiv Grenzen. Die Materie wird neblig und man hat das Gefühl, zurückgezogen zu werden, wenn man sich vom Zentrum entfernt. Erst hielt ich es für eine Funktion der Architektur, aber dann bemerkte ich die immense Willenskraft, mit der ich mich zwingen musste, die Grenzen weiter auszutesten. Allein deshalb sollte hier weiter geforscht werden.
Diese Nachforschung, zu der ich sehr geneigt bin, merke ich mir jedoch für später vor, da ich sonst von unserem Hauptziel abweichen würde. Weitere Daten folgen.
ENDE DER NACHRICHT