Luna – 7
„Cayde hat immer Geschichten über die Kopflosen erzählt“, erinnert sich Ikora mit einem schiefen Lächeln. „Er sagte, er habe Duzende von ihnen auf dem Mond getötet. So, wie er es darstellte, platzten sie wie Piñatas.“
Sie hob die Augenbrauen. „Natürlich kam es immer nur dazu, wenn er allein war. Die Übrigen von uns sind nie etwas Anderem begegnet als der Schar.“
„Meinst du, in seinen Geschichten könnte ein Körnchen Wahrheit stecken?“, fragte Glint hoffnungsvoll.
„Cayde war kein Lügner, aber er schmückte die Dinge gern aus. Das machte ihn zu einem großartigen Geschichtenerzähler.“ Sie kicherte, als sie sich an eine glückliche, unausgesprochene Begebenheit erinnerte.
Glint wölbte die Klappen seiner Hülle. „Also würde es dir nichts ausmachen, wenn ich mir diese Berichte anschaue?“
Ikora überlegte. „Ich wüsste nicht, was dagegenspricht. Die Akten sind inzwischen Jahrzehnte alt.“
„Versprich mir nur eins“, sagte sie. „Wenn du etwas findest, erzähl mir davon. Erzähl jedem davon. Das hätte Cayde gefallen.“