The Grimoire Archive
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ER SIEHT

Mein Geist, mein Schatten, mein Ich. Du hast mich nicht hierhergeführt. Du hast nicht gesagt: „Ich möchte dir etwas zeigen“, und mich durch die Welt geschleppt, um es zu sehen. Du meintest nur: „Los geht's“, und ich bin mit dir gegangen. Warum? Weil ich diese Welt mit meinen neugeborenen Augen zum ersten Mal sah, und ich wollte sie erkunden. Ich wollte, dass du mich an die Hand nimmst. Als wir den Gipfel des Berges erklimmen, sehe ich ihn endlich. Ich sehe, wohin du mich geführt hast, und warum. Der Reisende hängt schwer am Himmel. Niedrig. Vollkommen. „Wir sind da“, sagst du. Ich atme tief die kalte Luft ein. Ich habe eine Vision. Eine große Stadt. Gläserne Schlösser, die aus dem Sand einer Sanduhr erschaffen wurden. Wir werden uns erheben und dem Reisenden begegnen. Wir werden die Menschheit auf die gleiche Weise beschützen, wie der Reisende uns dir zufolge beschützt, denn so will er es. „Von dort kommst du?“, frage ich dich. Du tauchst über meiner Schulter auf. Auch du blickst zum Reisenden. „Ja“, sagst du und nickst. „Dann ist das dein Zuhause“, sage ich. „Nein“, sagst du, und ich kann die ganze Wärme spüren, die dein kleiner Körper ausstrahlt. „Du bist mein Zuhause.“ Du landest auf meiner geöffneten Handfläche, und ich halte dich an meine Brust. Hier, an dem Ort, wo die Welt eine Wiege für den Reisenden gebildet hat … hier, wo der Reisende die Welt berührt … werde ich dich stets an meiner Seite behalten. Ich verstehe, dass auch der Reisende ein Geist ist. Ein Geist, der die Erde neu entstehen lassen will.