Lied des Wartens
Ein leises Lied, ein Flüsterlied
Ein sanftes Lied im tosenden Meere
Gesprochen, doch ohne Worte
Denn so will es der Wille
[Meine] neu geformte Klinge spricht für [mich]
In besiedelten Dimensionen, auf fruchtbaren Feldern
Zwischen den Sternen
Eine Armbewegung und Atome zerfallen
Teilchen drehen und verketten sich
[Ich] tanze mit ihnen
Gläubige singen Loblieder
Götzendiener verrichten Rituale
Zolle Lob und Ehrerbietung
Dem wachsenden Gott
Sollte die Schneide [meines] Messers stumpf werden
Sollten die Arme [meiner] Bittsteller sinken
Sollte das Kirchenvolk nie wieder singen
Der Wille lebt, der Wille feiert, der Wille dreht sich weiter im Kreis
[Ich] ernähre mich immer noch schlecht im Meer
Als leise Stimme in der Dunkelheit werde [ich] dennoch erhört
Du strebst nach Macht, lechzt nach Göttlichkeit
Nimm Zuflucht in [mir]
Wie ein Sturm aus einem Keim entsteht
Wie der Strom den Strudel speist
Wie Planetesimale Staub ansammeln
So wächst der Wille ohne Willen
Bis ich ohne Wenn und Aber vor euch stehe
Mit meiner eigenen Stimme spreche
Über die Felder des Lebens wandere
Wegweiser, Wille, König
Gebieter des Nichts.