16: Politik
„Osiris, es tut mir leid. Ikora kann deine Rolle nicht übernehmen.“
„Ikora, bitte geh.“
Sie wendet sich mit scharfem Tonfall an ihn: „Ist es etwa unpassend, wenn ich als Gesprächsthema selber anwesend bin?“
„Sie kann bleiben, wenn sie will. Sie verdient es, zu hören weshalb.“ Der Sprecher nickt Ikora zu.
„Einverstanden“, antwortet sie.
„Gut.“
„Also gut. Osiris—
„Lass sie vor den Konsens treten.“ Osiris nimmt sich zusammen. „Sie ist mehr als fähig, meine Pflichten zu übernehmen, und ...“ dann gedämpft „sie ist hier in guten Händen.“
Der Sprecher lehnt sich vor. „Osiris. Es ist dir nicht gestattet, einen Ersatz für dich auszuwählen. Es waren viele Diskussionen nötig, um an den Punkt zu kommen, an dem wir jetzt stehen. Der Konsens hat Erwartungen an die Vorhut. Es gilt Pflichten zu erfüllen.“
„Sprecher, ich verstehe. Ikor—
„Politik.“
Der Sprecher richtet sich auf. „Übereinkünfte, um den Frieden zu wahren, damit wir gemeinsam für eine Zukunft kämpfen können.“
„Ikora wäre meine beste Vertreterin. Sie ist kein Ersatz.“
„Du musst anwesend sein, um deinen Pflichten nachzukommen.“
Osiris' Augen bohren sich in die Maske des Sprechers. „Was ist denn meine Pflicht, wenn nicht diese Stadt zu schützen? Wir sind ein Fleck in der Dunkelheit. Wir können nicht warten, bis die Bedrohungen ankommen. Jemand muss ihnen entgegentreten.“
Der Sprecher bleibt stehen. „Das werden wir. Zu gegebener Zeit, gemeinsam.“
Osiris seufzt. „Hab Geduld ...“ Ein Hauch Bosheit kling in dem Wort mit.