III: Ritualistischer Zirkelschacht
SO AUCH UNTEN ...
Seit dem Untergang des großen Osmium-Königs wurden zahllose Champions in alle Winde zerstreut, um nach den versprochenen Belohnungen der Schwertlogik zu suchen.
Unermesslicher Schmerz.
Unermessliches Leiden.
Denn in dieser Tiefe—tief unter der zerbrochenen Mondoberfläche, wo kein Licht jemals seinen ketzerischen Einfluss geltend gemacht hat—sollen die schroffen Wände die Nachgeburt grenzenloser Qualen abhalten.
Hier suchen spektrale Schatten die Durchgänge in der Dunkelheit heim, jede dahinjagende Form das geistlose, ätherische Gefängnis eines höheren Wesens nach dem Fall. So will es zumindest die Prophezeiung ...
„Jene, die als unwürdig befunden und markiert wurden, werden für immer in den Tiefen ihres eigenen Ehrgeizes verloren sein—dazwischen gefangen in einer Form, in der sich der Ehrgeiz zuerst offenbarte.“ —11. Wahrheit, Buch der Verdammnis
Trotz des Risikos des finalen Todes oder verhasster Verdammnis versammeln sich die Horden, bereit, alles zu vernichten, was sich zwischen sie und ihre jeweiligen Ambitionen stellt.
Unter ihnen beugt der stolze Zulmak vertrocknete Sehnen unter der stark kalzifizierten Wucherung seines äußeren Panzers—eine Rüstung, der er sich unter Schmerzen im Kampf verdient hat.
Zulmak hat nun bereits zweimal Dinge überstanden, die andere dahinrafften.
Seine Siege haben ihm Feinde und Verbündete eingebracht—sowohl innerhalb des Kreises, als auch darüber hinaus.
Auf seinen zweiten Triumph folgten andere Kämpfe jenseits der Sicht der tollwütigen Masse.
Zuerst zielte ein Akolyth aus den Schatten auf ihn—ein Feigling, geschickt von namenlosen Bewunderern, um Zulmaks Weg zur Göttlichkeit zu beenden.
Die Wirbelsäule des schwachen Dings zersprang unter Zulmaks Ferse.
Später dann ... die Leibeigenen—eine Welle stumpfsinniger Nichtigkeiten mit zitterndem Kiefer und messerscharfer Klaue. Ein weiteres Geschenk geheimer Verschwörer.
Ihr Staub weilt nun in Beuteln an Zulmaks Hüfte—eine Delikatesse für ruhige Zeiten, sobald die Echos seiner Opfer in der Grube verblasst sind und das brüllende Jubeln verklungen ist.
Zulmak blickt über die Horde am Rand des Kreises.
Hunderte. Alle eifrig darauf bedacht, ihre Brüder und Schwestern zu zertrümmern. Alle bedacht, so einen Triumph wie Zulmak zu erlangen.
Er spürt ihre Augen auf sich ruhen.
Er ist jetzt ein Ziel—ein bekannter Champion.
Viele haben es auf ihn abgesehen. Sie werden ausschwärmen.
Und sie werden durch Zulmaks Hand ihr Ende finden.
Die Wut schwillt an. Die Energie der Grube ist zähflüssig, warm ... zornig.
Es gibt keine Zeremonie, um das Gemetzel zu eröffnen.
Jene, die sich ins Getümmel stürzen wollen, versammeln sich, bis die Spannung ihren Höhepunkt erreicht.
Dann wird das erste Schwert erhoben und schnellt herunter, und der Boden überzieht sich mit einer zähen Mischung aus Staub und Blut.
WIE OBEN ...
Von oben beobachtet Hashladûn, wie die erste Klinge fällt und das Abtrennen beginnt.