Eine Frage des Vertrauens
Ist die Zeit gekommen? Ich schreibe dies frei, völlig ungeachtet von verborgenen Motiven.
Ich bringe dir ein Vertrauen entgegen, das ich lange nicht mehr aufgebracht habe. Den Großteil meines Lebens bin ich gerannt. Nicht auf der Flucht vor etwas, sondern auf der Jagd nach einem sich ständig verändernden Endspiel. Die Wahrheit ist—das weiß ich jetzt—es gibt kein Ende. Nichts endet. Ein Moment. Ein Gefühl. Eine Person. Ein Krieg. Nichts davon ist endlich. Alle sind nur Stadien des Seins. Der Existenz.
Ein Moment geht in den nächsten über, aber sie sind verbunden und gehören auf ewig zusammen. Den einen gibt es nicht ohne den anderen.
Gefühle—Liebe, Hass, Wut, Trauer—lodern auf und verebben wieder ineinander, ohne Plan, einfach aus dem jeweiligen Moment heraus.
Eine Person—jede Person—unser Leben und unsere Taten überdauern uns. Unsere Momente machen uns ganz. Unsere Taten verewigen unser Dasein in den endlosen Weiten der Existenz. Selbst nach unserem Tod waren wir hier. Wir können höchstens in Vergessenheit geraten, aber niemals werden wir ausgelöscht. Jedes Leben, das wir berühren, verändert die Realität einer anderen Person, und dies wiederum hinterlässt Spuren in ihrem Umfeld. Unsere Wellen ziehen Kreise, die weitaus größer sind als wir selbst.
Und Krieg? Es gibt nur einen. Er hat viele Formen angenommen, aber er wütet immer, schwelt unter der Oberfläche großer und kleiner Gesellschaften, versteckt sich in unseren gebrochenen, bangen Herzen.
Ich schreibe dies, um unsere Verbindung stärker werden zu lassen und eine neue Unterhaltung zu beginnen— über Enden, über Anfänge.
Das Vertrauen, das wir teilen, ist auf wackligem Fundament gebaut. Unsere Verbindung wurde aus deinem Wissen über eine Legende geboren, die mich in einem Licht zeichnet, das du niemals völlig verstehen kannst, und aus meinen Beobachtungen deiner zahlreichen heldenhaften Taten, die wiederum dich in ein Licht hüllen, das wohl niemand ignorieren kann, sei es Freund oder Feind.
Es ist an der Zeit zu beweisen, dass unser Vertrauen gerechtfertigt ist. Es ist an der Zeit, deine Entschlossenheit auf die Probe zu stellen, um zu sehen, ob du wirklich die Stärke besitzt, das Grau zwischen zwei Absoluten ins Gleichgewicht zu bringen.
Bist du bereit?
—S.