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Kapitel 7

„Vergiss den Tee“, sagte Glint. „Ich hab was Besseres!“ Er teleportierte ein paar Objekte auf den Tisch. Eido schnappte nach Luft und ihr Herz begann, schneller zu schlagen. „Das Deck des Flüsterns? Du hast Eris' Karten gestohlen?!“ „Ausgeliehen“, korrigierte er und schwebte um den Tisch herum, bis er sich ihr gegenüber befand. „Glint!“ „Was denn? Ich hab ihr einen Zettel dagelassen.“ Ein Zittern durchfuhr Eido, als sie sich das Bild einer Schar-ähnlichen Eris in den Kopf rief. „Es ist zu gefährlich.“ Schnell schob sie die Karten von sich weg, doch Glint schubste sie wieder zurück. „Ich hab gehört, dass Eris das Deck benutzt hat, um Hinweise zu erhalten oder Entscheidungen zu treffen. Ich dachte, wir könnten es vielleicht auch benutzen, um Inspiration für deine Geschichten zu erhalten! Lass es uns einfach versuchen“, bettelte Glint. „Wie schwierig kann das schon sein?“ Eido seufzte, nahm die Karten und mischte sie feierlich mit ihren vier Händen, so wie der Vagabund es ihr beigebracht hatte. „Wie viele Karten?“, fragte sie. „Versuch es mal mit drei“, sagte Glint. „Und als ich Eris dabei zugesehen habe, hat sie den Karten eine Frage stellen.“ Eido dachte einen Augenblick lang nach. „Welche Art von Gefahr wäre bedrohlich genug für eine ‚Gruselgeschichte‘?“ Eido teilte das Deck in zwei Hälften und spürte, wie eine Energiewoge sie durchschoss, als sie die erste Karte wählte. DAS OMEN „Warte, ich weiß eine bessere! Welche Art von gefährlicher Situation könnte JETZT GERADE auftreten?“, rief Glint. „Glint! Ich glaube nicht, dass wir …“ „Wir müssen etwas schreiben, das auf einer wahren Geschichte beruht, oder? Genau so sollten wir das angehen!“ Eido schloss ihre Augen und spürte erneut, wie die Energie in ihre Hände schoss. Dann fuhr sie fort. DIE LÜGE DREI DER WÜRMER Sie öffnete ihre Augen und begutachtete die Karten. „Eris kann, nun ja, einschüchternd sein“, gab sie zu und deutete auf die Omen-Karte. „Nein, nein, die Karten sind nicht wörtlich zu verstehen. Es ist eine Metapher!“, sagte Glint. „Das Omen und die Lüge! Das bedeutet … die Geister der Toten sind verstreut wie Blätter im Wind … und wandeln auf der Erde!“, japste er. „Doch die Lüge ist verkehrt herum. Das würde keinen Sinn ergeben.“ „Für mich liegt sie richtig herum!“ „Weil du auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches bist. Es ist meine Lesung, oder nicht?“ „Oh, stimmt.“ Er bewegte sich schnell auf die andere Seite. „Dann … sind sie nicht verstreut. Sie haben einen Zweck. Sie wollen … RACHE! An den Lebenden! Indem sie uns in Kopflose verwandeln. Mit parakausaler Wurm-Macht! Aaaaahhhh!“ Nachdenklich blickte Eido auf die Karten. „Ich dachte eigentlich, dass Einsamkeit und Isolation sowohl für Menschen als auch für Eliksni furchteinflößend sein können. Vielleicht könnte es in meiner Geschichte darum gehen?“ Glint zuckte mit den Hüllenklappen. „Hm, keine schlechte Idee. Ich find meine trotzdem besser. Vielleicht versuchst du es noch mal?“ Eido nickte und sammelte die Karten ein, um sie erneut zu mischen.